Backpacking auf den Malediven?

Kann man eigentlich (noch) günstig auf die Malediven?

Die Malediven sind für ihre weißen Traumstände, türkisfarbenes, kristallklares Wasser und eine vielfältige Unterwasserwelt bekannt. Immer mehr Luxushotels und -Inseln werden auf dem Boden gestampft, die einfachen Unterkünfte verschwinden zusehends. Lassen sich überhaupt noch wirklich günstige Ferientage im muslimisch geprägten Inselstaat verbringen? Schon nur der Flug aus Europa ist kostspielig und der Transfer zwischen den Inseln ist ebenso teuer. Es gibt zwar Alternativen, diese sind jedoch nicht so preiswert sind, wie bei anderen Inseln in Südostasien. Wurde ohnehin schon ein Flug nach Sri Lanka oder Indien gebucht lässt sich natürlich gut ein Abstecher in die Inselrepublik der Malediven integrieren. Mit dem Thumburi Guest House Island Project soll in naher Zukunft ein günstigere Alternative zum luxuriösen one island – one resort Konzept entstehen. Aber auch dieses wird gute 4 Sterne haben und kann so nicht als wirklich günstige Unterkunft bezeichnet werden.
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© by Thumburi Guest House Island Project

In der Hauptstadt Malé finden sich ein paar günstige Guesthäuser und Hotels, die kleine Stadt bietet sich aber nicht gerade an um mehrere Tage zu verweilen. Auf 105 Inseln des Archipels werden Gäste beherbergt. Unterkunft gewähren auch Bungalows, die je nach Insel aus Holz erbaut oder gemauert sind. Neben einem guten Standard des Ausbaus wird der Urlauber auch rudimentäre Bungalows vorfinden, die keinesfalls günstiger sind als die angenehmeren. Die Bungalows sind üblicherweise mit einer Klimaanlage und einem Deckenventiltor, ein Bad oder Dusche mit warmem Wasser, Terrasse, Minibar und öfters auch mit einem TV und zusätzlichen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Das einzige Zelt-Resort auf den Malediven befindet sich im Banyan Tree Madivaru. Die 264 qm großen Zelte bieten 18 Gästen Platz. Dabei handelt es sich aber ganz und gar nicht um eine low-budget Reisevariante. Der  Luxus sprengt auf dieser Insel die Reisekasse des einfachen Urlaubers bei weitem. Sonstige Zeltplätze werden in der Inselwelt nicht angeboten.

Der nächste Sparfaktor ist der Transfer zu den einzelnen Inseln. Sie können alternativ mit dem teuren Wasserflugzeug oder mit dem günstigeren Schnellboot angesteuert werden. Wer individuell die Malediven besucht, muss sich eventuell selber für das Islandhopping kümmern. Ist die Entfernung von der Hauptstadt Male zur gewünschten Insel nicht zu weit entfernt, ist eine günstige Personenfähre für wenige Dollar empfehlenswert.  Alles in allem eignen sich die Malediven NICHT als günstige Backpacking Reisedestination, der Staat fördert auch ausdrücklich den Luxustourismus und hat wenig Interesse an Budget-Travelern.